Arbeiten und Leben in der Schweiz
Das Land und die Leute
Wegen ihrer zentralen Lage ist die Schweiz ein Schnittpunkt unterschiedlicher Kulturen und gleichzeitig Kommunikations- und Transportzentrum zwischen Nord- und Südeuropa.
Natur- und Kulturraum sind stark durch den sich von West nach Ost erstreckenden Alpenkamm geprägt. Die Schweiz bietet auf kleinstem Raum eine aussergewöhnliche landschaftliche Vielfalt. Der Jura, das Mittelland und die Alpen bilden die drei geografischen Haupträume des Landes. Nördlich der Alpen überwiegt gemässigtes, mitteleuropäisches Klima, südlich der Alpen ist das Klima mediterran geprägt.
Mit einer durchschnittlichen Bevölkerungsdichte von 240 Einwohnern pro Quadratkilometer ist die Schweiz sehr dicht besiedelt. Die Bevölkerungsverteilung ist aber je nach Region sehr unterschiedlich. Die Bevölkerungsverteilung über das ganze Land ist jedoch sehr unterschiedlich: In den Alpen, die flächenmässig einen grossen Teil des Landes bedecken, leben nur gerade 10% der Gesamtbevölkerung.
Die Vielsprachigkeit, das steigende Durchschnittsalter und der hohe Anteil der Ausländerinnen und Ausländer an der Gesamtbevölkerung zeichnen die Bevölkerungsentwicklung der Schweiz aus. Von den rund 7.6 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern haben über 21% keinen Schweizer Pass. Dieser Anteil schwankt zwischen 8% in ländlichen Kantonen wie Uri und 38% im Kanton Genf.
In der Schweiz werden vier offizielle Landessprachen und zahlreiche Dialekte gesprochen.
Weitere Einzelheiten erfahren Sie über folgende Links:
→ http://www.auswärtigesamt.de → http://www.swissworld.org/de/ → das Schweizer Portal → http://www.auslaender.ch
Die Stärken der Wirtschaft
Die Schweizer Wirtschaft stützt sich auf hochqualifizierte Arbeit und gut ausgebildete Arbeitskräfte. Wichtige Bereiche sind die Mikrotechnik, die Hochtechnologie, die Biotechnologie, die Pharmaindustrie sowie das Know-how im Banken- und Versicherungswesen.
In der Schweiz arbeiten insgesamt am meisten Erwerbstätige in kleineren und mittleren Betrieben (KMU), die für die Wirtschaft des Landes eine enorm wichtige Rolle spielen.
Die Zeiten des unbeschränkten Wirtschaftswachstums sind jedoch auch in der Schweiz vorbei, und die Angst vor der Arbeitslosigkeit gehört seit mehreren Jahren zu den Hauptsorgen der Schweizer Bevölkerung.
Um auf dem internationalen Markt bestehen zu können, muss die Schweizer Wirtschaft ihre Konkurrenten qualitativ übertreffen, denn quantitativ kann sie nicht mithalten. Also importiert sie Rohstoffe und verarbeitet diese zu qualitativ hochstehenden Produkten. Im Jahr 2000 betrug der Wert einer Tonne exportierter Waren gut drei Mal mehr als der Wert einer Tonne importierter Güter.
Arbeiten in der Schweiz
EU- / EFTA-Staatsangehörige benötigen nach wie vor eine Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung, sind aber auf dem Arbeitsmarkt Schweizerinnen und Schweizern gleichgestellt.
Für Staatsangehörige der EU-Erweiterungsländer gelten Übergangsbestimmungen. Drittstaatenangehörige unterliegen restriktiveren arbeitsmarktrechtlichen und ausländerrechtlichen Bestimmungen, um in der Schweiz arbeiten zu können. Für alle ausländischen Staatsangehörigen die in der Schweiz erwerbstätig sind, gelten die gleichen arbeitsrechtlichen Bestimmungen (Arbeitsverträge, Arbeitnehmerschutz etc.) wie für ihre Schweizer Arbeitskollegen.
Ab 2002 und 2007 erfuhr die Beziehung durch das Personenfreizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und der EU/EFTA eine historische Veränderung. Seit 2007 sind für die alten EU-Staaten alle Zugangsbeschränkungen gefallen. Seither gitl: Wer in der Schweiz eine Arbeitsstelle findet, darf auch in der Schweiz leben und wohnen. in 2008 haben dieses Angebot rund 77.000 Menschen genutzt und sind in die Schweiz gezogen, davon stammen rund 70.000 Menschen aus den 15 "alten" EU-Staaten, davon alleine 36.000 aus Deutschland mit dem weitaus größten Kontingent.
Außer einem Reisepass oder Personalausweis benötigen Sie erst ab mehr als 3 Monaten Aufenthalt eine gültige Arbeits- und/oder Aufenthaltsbewilligung. Für die Bürger der EU-17/EFTA-Staaten gilt ein vereinfachtes Bewilligungsverfahren. Die Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung erhalten Sie dirket bei der Einwohnerkontrolle des jeweiligen Wohngebietes, die Sie innerhalb von 14 Tagen nach Zuzug beantragen. Für diesen Antrag benötigen Sie Ihren Reisepass oder Personalausweis und einen gültigen Arbeitsvertrag oder eine Bestätigung des Arbeitgebers.
→ Weitere Informationen...
Auch in der Schweiz, können Sie ähnlich wie bei uns in Deutschland über das Internet auf offen Stellen an Ihrem Schreibtsich über das Web zugreifen. Eine Auswahl von Links zur Stellen- und Praktikumssuche haben wir Ihnen wie folgt aufgelistet:
→ http://www.arbeitsagentur.de → http://www.jobs.ch → http://www.offene-stellen.ch → http://www.treffpunkt-arbeit.ch Spezialisierte Websites → http://www.academics.de → http://www.topjobs.ch → http://www.arbeitsuche.ch
- Stellensuche in der Tagespresse
Im Stellenteil der großen Tageszeitungen in der Schweiz werden regelmäßig Stellenangebote veröffentlicht. Wir zeigen hier einige der wichtigsten Links zu Tageszeitungen mit umfangreichen Stellenmarkt.
→ http://www.bazoline.ch → http://www.bernerzeitung.ch → http://www.zsz.ch → http://www.tagblatt.ch → http://www.zisch.ch → http://www.nzz.ch → http://www.anzeiger-luzern.ch
Ebenso können Initiativbewerbungen zum Erfolg führen. Mit Hilfe der "Gelben Seiten" http://www.yellow.loca.ch oder http://www.gelbe.seite.ch lassen sich schweizer Unternehmen finden.
Eine weitere Möglichkeit ist die Suche vor Ort. Überall in der Schweiz gibt es die Regionalen Arbeitsvermittler (RAV) mit Ihren Jobcentern, hier werden Sie bestimmt fündig, http://www.treffpunkt-arbeit.ch.
Bewerbung in der Schweiz
Ähnlich wie bei uns in Deutschland gilt es mit dem Anschreiben eine positiven Eindruck zu hinterlassen. Das Anschreiben sollte nicht länger als eine DIN A4 Seite betragen und in kurzen prägnanten Sätzen verfasst sein. Zu achten ist auf die korrekte Firmenanschrift und bei Chiffre-Anzeigen die richtige Chiffre-Nummer auch auf dem Umschlag zum entsprechenden Weiterleiten druch die Zeitung an den Auftraggeber.
Fehler in der Orthographie oder Grammatik sind zu vermeiden, ebenso sollte Sie auf ein gutes und richtiges Deutsch achten, mit einem ordentlichen Druckbild und übersichtlicher Struktur.
Neben dem Anschreiben ist der Lebenslauf der wichtigste Bestandteil der Bewerbung. Er ist auch ähnlich dem deutschen Lebenslauf, rückwärts-chronologisch aufgebaut und sollte lückenlos folgendes beinhalten:
- Ihre persönlichen Daten wie, Name, Anschrift (Adresse), Telefonnummer, Geburtsdatum, Familienstand und Staatsangehörigkeit
- Ihre gesamte Schulbildung, wie Schultypen und Abschluss mit den Jahreszahlen
- Ihr Studium: Name und Ort der Universität, Studienfächer, Studienschwerpunkt und Diplomarbeitsthmea
- Ausbildung und Berufstätigkeit: sämtliche berfuliche Stationen, mit Namen der Unternehmen und dem Ort, inkl. Zeitangaben mit Jahr und Monat sowie Ihre Position
- Mindestens sämtliche beruflichen Weiterbildungen, wie Kurse, Lehrgänge, Seminare und Praktikas
- Ihre Besonderen Kenntnisse nochmals zusammengefasst: Sprachkenntnisse, Multimedia- und EDV-Kenntnisse, andere Fähigkeiten
- Hobby und privaten Interessen
- Den Lebenslauf mit Datum, Ort und Unterschrift versehen
Ein Foto wird in der Schweiz nicht unbedingt beigefügt. Der Lebenslauf sollte auch die zwei DIN A4 Seiten nicht überschreiten.
Sofern eine E-Mail Bewerbung nicht ausdrücklich verlangt wird, werden die schriftlichen Bewerbungsmappen bevorzugt. Auf ein Deckblatt wird in der Schweiz in aller Regel verzichtet.
Die meisten Pluspunkte sammeln Sie mit einer übersichtlichen Bewerbungsmappe, in der die Unterlagen nicht geknickt werden und in einem passenden, ausreichend frankierten Umschlag gesendet werden. Keine zusätzlichen Folien für die einzelenen Blätter verwenden. Fügen Sie die letzten Dienst- und Arbeitszeugnisse in sauberen Kopie bei und achten Sie auch hier auf die chronologische Ablage.
Werden Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, haben Sie ähnlich wie in Deutschland den halben Weg zum neuen Arbeitsplatz erreicht. Große Besonderheiten im Vergleich zum Gesprächsverlauf in Deutschland gibt es nicht. Kommen Sie pünktlich und gut informiert zum Gespräch. Haben Sie nochmals eine Kopie Ihrer Bewerbung mit dabei uns unbedingt etwas zum schreiben. Machen Sie sich Notizen und hören Sie aufmerksam zu. Stellen Sie Ihre Fragen und bereiten Sie sich auf die üblichen Fragen Ihres Gesprächspartners vor. In der Schweiz wird man etwas mehr auf Ihre Persönlichkeit eingehen und Ihre Interessen außerhalb der Arbeit durchleuchten wollen, seinen Sie also offen und zeigen Sie Ihre Persönlichkeit. Sofern Sie ein Studium absolviert haben, ist es positiv, wenn Sie an Spitzenuniversitäten studiert haben, diese auch zu erwähnen.
Gehälter, Steuern und Lebenshaltung
Grundsätzlich verdient ein druchschnittlicher Arbeitnehmer in der Schweiz 42.000 Euro im Jahresschnitt, dass sind bis zu 20% mehr als hierzulande verdient wird. Weiterhin sind die steuerlichen Abgabe wesentlich geringer als bei uns in Deutschland. Ein nicht verheirateter Mensch ohne Kinder hat steuerliche Abzüge von unter 30% bei einer Familie mit zwei Kindern und einem Verdiener, sind es sogar unter 20% an steuerlichen Lasten.
In den Wachstumsregionen z.B. in Zürich und Bern ist aber auch zu berücksichtigen, dass diese Städt zu den 10 teuersten Städten der Welt zählen. Je nach dem in welchen Regionen Sie leben, in den ländlicheren wo es mehr um den Tourismus geht, als um die Dienstleistung und Industrie, sind die Kosten sicherlich wesentlich günstiger als in den Schweizer Metropolen.
→ Weitere Informationen...
Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie unter folgenden Links:
→ Gehälter → Steuern → Lebenshaltung
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