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Arbeiten und Leben in PolenDas Land und die LeuteDie Zahl der in Polen tätigen Deutschen nimmt stetig zu, da vor allem auch viele Unternehmen aus Deutschland nach Polen ziehen. Mittlerweile zieht es jährlich mehr als 8000 Deutsche nach Polen und die Zahl der deutschen Auswanderer wächst weiter. Was bietet Ihnen das Land?
In Polen leben noch Tiere, die in weiten Teilen Europas bereits ausgestorben sind, wie z. B. der Wisent im Urwald von Białowieża und in Podlachien sowie der Braunbär in Białowieża, in der Tatra und in den Waldkarpaten, der Wolf und der Luchs in den verschiedenen Waldgebieten, der Elch in Nordpolen, der Biber in Masuren, Pommern und Podlachien. Polen ist auch das wichtigste Brutgebiet der europäischen Zugvögel. Ein Viertel aller Zugvögel, die im Sommer nach Europa kommen, brütet in Polen, insbesondere in den Seenplatten und den Sumpfgebieten der Biebrza, des Narew und der Warthe, die jeweils durch einen Nationalpark geschützt werden. In Masuren gibt es Dörfer, in denen mehr Störche als Menschen leben. Polen hat mit etwa 38 Millionen Einwohnern die achtgrößte Bevölkerungszahl in Europa und die sechstgrößte in der Europäischen Union. Die Bevölkerungsdichte beträgt 122 Einwohner pro Quadratkilometer. Die Geburtenrate betrug 2008 1,31 Kinder pro Frau. Seit dem Zweiten Weltkrieg und der Westverschiebung Polens ist das Land größtenteils katholisch. Fast 90 % sind römisch-katholisch, davon etwa 70 % praktizierend. 1,3 % Polen sind polnisch-orthodox, 0,3 % Zeugen Jehovas, 0,2 % griechisch-katholisch, 0,2 % evangelisch-lutherisch. Weitere Informationen, finden Sie unter folgendem Link:
Die Wirtschaft in Polen
Regional unterscheidet sich der Arbeitsmarkt in Polen sehr stark. In Warschau fehlt es kaum an Jobs, in einigen ländlichen Regionen und in den früheren Bergwerks- und Industriezentren hingegen ist mitunter fast jeder Fünfte arbeitslos (Anfang 2008). Nachdem sich einige westeuropäische Arbeitsmärkte für Polens Arbeitskräfte geöffnet haben – darunter Großbritannien, Irland, Schweden, Finnland, Spanien, Portugal, Griechenland und Norwegen –, wandern viele Polen aus ihrer Heimat aus. Sowohl Fachkräfte als auch ungelernte Arbeiter verlassen das Land, um im Westen Arbeit oder eine besser bezahlte Stelle zu finden. Für Polens Wirtschaft ist dies ein zweischneidiges Schwert: Einerseits entlastet die Abwanderung den heimischen Arbeitsmarkt. Andererseits tun sich Polens Firmen schwer, vakante Stellen zu besetzen. Es mangelt an qualifizierten Arbeitskräften. Besonders gesucht werden Mitarbeiter in der Baubranche: Hier fehlen Elektriker, Schweißer, Maurer, Verputzer, Fliesenleger, Zimmerer, Dachdecker, Klempner und Innenausstatter. Außerdem suchen Unternehmen in Polen Manager, Ingenieure, Maschinenbedienungspersonal, Informatiker, Finanzfachkräfte, kaufmännisches Fachpersonal und Rechtsanwaltsgehilfen. Auch an Ärzten und Krankenschwestern fehlt es. Die polnische Ärztekammer geht davon aus, dass mittlerweile 20.000 polnische Ärzte im Ausland arbeiten. Die Zahl der Krankenschwestern und Pflegekräfte ist nach Schätzungen dreimal so hoch. Hier finden vor allem gut ausgebildete deutsche Arbeitskräfte einen lukrativen Arbeitsplatz.
Der Zugang zum polnischen Arbeitsmarkt steht seit dem 17. Januar 2007 allen EU-Bürgern uneingeschränkt offen. Damit benötigen nun auch deutsche Arbeitnehmer, die in Polen arbeiten wollen, keine Arbeitserlaubnis mehr. Arbeiten in PolenEU-Bürger und deren Angehörige können sich in Polen bis zu drei Monate lang aufhalten, ohne sich registrieren zu müssen. EU-Bürger müssen ihre Staatsbürgerschaft jederzeit durch einen gültigen Personalausweis oder Reisepass nachweisen können. Angehörige, die selbst keine EU-Bürger sind, benötigen ein gültiges Reisedokument und ein Visum. Falls der Aufenthalt in Polen länger als drei Monate dauern soll, sind EU-Büger verpflichtet, sich anzumelden. Der Antrag auf Registrierung ist persönlich beim zuständigen Wojewoden zu stellen. Arbeitnehmer legen dazu einen Beschäftigungsnachweis oder eine schriftliche Erklärung des Arbeitgebers vor, in der die künftige Einstellung des Arbeitnehmers bestätigt wird.
Weiterhin haben Sie die Möglichkeit über die Internetseiten der Beschäftigungsdienste zuzugreifen
Bewerbung in Polen
Gehälter, Steuern und LebenshaltungDie Lebenshaltung in Polen sind nach Region sehr unterschiedlich und in den Großstädten am höchsten. Dennoch betragen die Lebenshaltungskosten im Durchschnitt rund 50% weniger als in Deutschland. Der Verdienst in Polen liegt noch immer deutlich unter dem des deutschen Niveaus, dennoch kann Polen nicht mehr als Billiglohnland bezeichnet werden. In manchen Branchen gab es seit 2007 Lohnerhöhungen von fast 10%, ebenso wurde in 2009 der Mindestlohn weiter angehoben. Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie unter folgenden Links:→ Gehälter Zurück zur Übersicht
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Moderner Lifestyle in Großstädten wie Warschau und Krakau, ländliche Idylle in den Dörfern – Gegensätze wie diese sind in den östlichen EU-Staaten nichts Besonderes. Heute ist die breit gefächerte Kultur Polens, ähnlich wie aller westlicher Staaten, von Globalisierungstendenzen betroffen, andererseits kann sie, gerade in der Kulturszene größerer Städte und auf dem Land eine eigene Identität erhalten. Polen gehört mit fast 10.000 geschlossenen Gewässern, deren Fläche einen Hektar überschreitet, zu den seenreichsten Ländern der Welt. In Europa weist nur Finnland mehr Seen pro km² als Polen auf.
Die Wirtschaft in Polen entwickelt sich seit Jahren sehr positiv, trotz des starken Wachstums der polnischen Wirtschaft, ist vor allem die Jugendarbeitslosigkeit sehr hoch. 2008 wurden durchschnittlich 7,3 % aller Erwerbstätigen als arbeitslos gemeldet und die Jugendarbeitslosigkeit, die in Polen mit 25% der unter 25-Jähringen am höchsten in der EU ist beschäftigt die polnische Gesellschaft sehr stark.
EU-Bürger und deren Angehörige können sich in Polen bis zu drei Monate lang aufhalten, ohne sich registrieren zu müssen. EU-Bürger müssen ihre Staatsbürgerschaft jederzeit durch einen gültigen Personalausweis oder Reisepass nachweisen können. Angehörige, die selbst keine EU-Bürger sind, benötigen ein gültiges Reisedokument und ein Visum. Falls der Aufenthalt in Polen länger als drei Monate dauern soll, sind EU-Büger verpflichtet, sich anzumelden. Der Antrag auf Registrierung ist persönlich beim zuständigen Wojewoden zu stellen. Arbeitnehmer legen dazu einen Beschäftigungsnachweis oder eine schriftliche Erklärung des Arbeitgebers vor, in der die künftige Einstellung des Arbeitnehmers bestätigt wird.