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Arbeiten und Leben in Polen

Das Land und die Leute

Die Zahl der in Polen tätigen Deutschen nimmt stetig zu, da vor allem auch viele Unternehmen aus Deutschland nach Polen ziehen. Mittlerweile zieht es jährlich mehr als 8000 Deutsche nach Polen und die Zahl der deutschen Auswanderer wächst weiter. Was bietet Ihnen das Land?

polen_wappenModerner Lifestyle in Großstädten wie Warschau und Krakau, ländliche Idylle in den Dörfern – Gegensätze wie diese sind in den östlichen EU-Staaten nichts Besonderes. Heute ist die breit gefächerte Kultur Polens, ähnlich wie aller westlicher Staaten, von Globalisierungstendenzen betroffen, andererseits kann sie, gerade in der Kulturszene größerer Städte und auf dem Land eine eigene Identität erhalten. Polen gehört mit fast 10.000 geschlossenen Gewässern, deren Fläche einen Hektar überschreitet, zu den seenreichsten Ländern der Welt. In Europa weist nur Finnland mehr Seen pro km² als Polen auf.

In Polen leben noch Tiere, die in weiten Teilen Europas bereits ausgestorben sind, wie z. B. der Wisent im Urwald von Białowieża und in Podlachien sowie der Braunbär in Białowieża, in der Tatra und in den Waldkarpaten, der Wolf und der Luchs in den verschiedenen Waldgebieten, der Elch in Nordpolen, der Biber in Masuren, Pommern und Podlachien. Polen ist auch das wichtigste Brutgebiet der europäischen Zugvögel. Ein Viertel aller Zugvögel, die im Sommer nach Europa kommen, brütet in Polen, insbesondere in den Seenplatten und den Sumpfgebieten der Biebrza, des Narew und der Warthe, die jeweils durch einen Nationalpark geschützt werden. In Masuren gibt es Dörfer, in denen mehr Störche als Menschen leben.

Polen hat mit etwa 38 Millionen Einwohnern die achtgrößte Bevölkerungszahl in Europa und die sechstgrößte in der Europäischen Union. Die Bevölkerungsdichte beträgt 122 Einwohner pro Quadratkilometer. Die Geburtenrate betrug 2008 1,31 Kinder pro Frau.
Polen ist ethnisch betrachtet ein äußerst homogener Staat, was ein Novum in der polnischen Geschichte darstellt: Die Polen stellen mit 96,7 % die Mehrheitsbevölkerung (inkl. der Schlesier und Kaschuben). Die verbleibende Minderheitsbevölkerung in Polen setzt sich nach einer Volkszählung von 2002 aus Deutschen (152.897), Weißrussen (etwa 49.000) und Ukrainern (etwa 30.000) sowie Tataren, Litauern, Roma, Lemken, Russen, Karäern, Slowaken und Tschechen zusammen.

Seit dem Zweiten Weltkrieg und der Westverschiebung Polens ist das Land größtenteils katholisch. Fast 90 % sind römisch-katholisch, davon etwa 70 % praktizierend. 1,3 % Polen sind polnisch-orthodox, 0,3 % Zeugen Jehovas, 0,2 % griechisch-katholisch, 0,2 % evangelisch-lutherisch.

Weitere Informationen, finden Sie unter folgendem Link:

Auswärtiges Amt

 


 

Die Wirtschaft in Polen

Polen_WarschauDie Wirtschaft in Polen entwickelt sich seit Jahren sehr positiv, trotz des starken Wachstums der polnischen Wirtschaft, ist vor allem die Jugendarbeitslosigkeit sehr hoch. 2008 wurden durchschnittlich 7,3 % aller Erwerbstätigen als arbeitslos gemeldet und die Jugendarbeitslosigkeit, die in Polen mit 25% der unter 25-Jähringen am höchsten in der EU ist beschäftigt die polnische Gesellschaft sehr stark.
Nur etwas mehr als die Hälfte aller Erwerbspersonen in Polen geht einer bezahlten Arbeit nach besonders Schwer haben es die Menschen über 55 Jahre und Frauen, die nur sehr schwer Arbeit findet.

Regional unterscheidet sich der Arbeitsmarkt in Polen sehr stark. In Warschau fehlt es kaum an Jobs, in einigen ländlichen Regionen und in den früheren Bergwerks- und Industriezentren hingegen ist mitunter fast jeder Fünfte arbeitslos (Anfang 2008). Nachdem sich einige westeuropäische Arbeitsmärkte für Polens Arbeitskräfte geöffnet haben – darunter Großbritannien, Irland, Schweden, Finnland, Spanien, Portugal, Griechenland und Norwegen –, wandern viele Polen aus ihrer Heimat aus. Sowohl Fachkräfte als auch ungelernte Arbeiter verlassen das Land, um im Westen Arbeit oder eine besser bezahlte Stelle zu finden. Für Polens Wirtschaft ist dies ein zweischneidiges Schwert: Einerseits entlastet die Abwanderung den heimischen Arbeitsmarkt. Andererseits tun sich Polens Firmen schwer, vakante Stellen zu besetzen. Es mangelt an qualifizierten Arbeitskräften.

Besonders gesucht werden Mitarbeiter in der Baubranche: Hier fehlen Elektriker, Schweißer, Maurer, Verputzer, Fliesenleger, Zimmerer, Dachdecker, Klempner und Innenausstatter. Außerdem suchen Unternehmen in Polen Manager, Ingenieure, Maschinenbedienungspersonal, Informatiker, Finanzfachkräfte, kaufmännisches Fachpersonal und Rechtsanwaltsgehilfen. Auch an Ärzten und Krankenschwestern fehlt es. Die polnische Ärztekammer geht davon aus, dass mittlerweile 20.000 polnische Ärzte im Ausland arbeiten. Die Zahl der Krankenschwestern und Pflegekräfte ist nach Schätzungen dreimal so hoch. Hier finden vor allem gut ausgebildete deutsche Arbeitskräfte einen lukrativen Arbeitsplatz.

Breslau RathausEU-Bürger und deren Angehörige können sich in Polen bis zu drei Monate lang aufhalten, ohne sich registrieren zu müssen. EU-Bürger müssen ihre Staatsbürgerschaft jederzeit durch einen gültigen Personalausweis oder Reisepass nachweisen können. Angehörige, die selbst keine EU-Bürger sind, benötigen ein gültiges Reisedokument und ein Visum. Falls der Aufenthalt in Polen länger als drei Monate dauern soll, sind EU-Büger verpflichtet, sich anzumelden. Der Antrag auf Registrierung ist persönlich beim zuständigen Wojewoden zu stellen. Arbeitnehmer legen dazu einen Beschäftigungsnachweis oder eine schriftliche Erklärung des Arbeitgebers vor, in der die künftige Einstellung des Arbeitnehmers bestätigt wird.

Der Zugang zum polnischen Arbeitsmarkt steht seit dem 17. Januar 2007 allen EU-Bürgern uneingeschränkt offen. Damit benötigen nun auch deutsche Arbeitnehmer, die in Polen arbeiten wollen, keine Arbeitserlaubnis mehr.


Arbeiten in Polen

EU-Bürger und deren Angehörige können sich in Polen bis zu drei Monate lang aufhalten, ohne sich registrieren zu müssen. EU-Bürger müssen ihre Staatsbürgerschaft jederzeit durch einen gültigen Personalausweis oder Reisepass nachweisen können. Angehörige, die selbst keine EU-Bürger sind, benötigen ein gültiges Reisedokument und ein Visum. Falls der Aufenthalt in Polen länger als drei Monate dauern soll, sind EU-Büger verpflichtet, sich anzumelden. Der Antrag auf Registrierung ist persönlich beim zuständigen Wojewoden zu stellen. Arbeitnehmer legen dazu einen Beschäftigungsnachweis oder eine schriftliche Erklärung des Arbeitgebers vor, in der die künftige Einstellung des Arbeitnehmers bestätigt wird.

 

  • Die Anmeldung bei den öffentlichen Beschäftigungsdiensten (hauptsächlich Kreisarbeitsämter)

    Die Anmeldung beim Beschäftigungsdienst erlaubt unter anderem den Zugriff auf gesperrte Arbeitsangebote, d.h. jene, wo die Angaben über den jeweiligen Arbeitgeber nur dem Arbeitsamt bekannt sind und an den schwarzen Tafeln oder in dem IT-System des Arbeitsamtes nicht verfügbar gemacht werden.
    Folgende Dokumente werden für die Anmeldung beim Arbeitsamt benötigt:

    • Personalausweis oder anderes Identifikationsdokument
    • Schulabschlusszeugnis, Diplom oder vergleichbare Bildungsdokumente
    • Weitere Dokumente wie Zeugnisse, die ihre Qualifikation feststellen

Weiterhin haben Sie die Möglichkeit über die Internetseiten der Beschäftigungsdienste zuzugreifen

http://www.psz.praca.gov.pl
http://www.epuls.praca.gov.pl

 


Bewerbung in Polen

  • Das Anschreiben

    Das Bewerbungsschreiben ist ein kurzer Brief, der die Wahl des jweiligen Arbeitsangebotes begründen soll. Die Bewerbung kann einen persönlicheren Charakter haben als der Lebenslauf. Ähnlich wie in Deutschland sollte auch das Anschreiben eine DIN A4 Seite nicht überschreiten. Zum Schluss sollte das Anschreiben persönlich unterzeichnet werden.

 

  • Der Lebenslauf

    Wie in Deutschland sollte der Lebenslauf möglichst kurz und ein bis max. zwei DIN A4 Seiten nicht überschreiten. Es empfiehlt sich einen tabellarischen Lebenslauf zu erstellen, der rückwärts chronologisch (akteullste Beschäftigung an erster Stelle) alle berfulichen Abschnitte aufzählt.

 

  • Besonderheiten

    Die polnische Bewerbung besteht wie in Deutschland auch, aus einem tabellarischen, maximal zweiseitigen Lebenslauf auf polnisch mit persönlichen Daten und Angaben zu Ausbildung, Beschäftigungsverhältnissen, Kenntnissen und Interessen. Hinzu kommt ein einseitiges Bewerbungsschreiben auf polnisch mit persönlichem Charakter und Motivation. Bewerbungsschreiben und Lebenslauf werden auf polnisch verfasst, können aber auch, wenn gewünscht auf englisch verfasst werden. Beide Dokuemten werden mit einem aktuellen Datum versehen und unterzeichnet.

 

  • Vorstellungsgespräch

    Grundsätzlich verläuft auch das Vorstellungsgespräch in Polen sehr ähnlich, dem der deutschen Vorstellungsgespräche ab. Je nach Position können ein bis mehrere Interwiews geführt werden. Für bestimmte Positionen und Hochschulabsolventen werden auch in Polen immer öfter Assessment-Center und Persönlichkeitstest eingesetzt.

Gehälter, Steuern und Lebenshaltung

Die Lebenshaltung in Polen sind nach Region sehr unterschiedlich und in den Großstädten am höchsten. Dennoch betragen die Lebenshaltungskosten im Durchschnitt rund 50% weniger als in Deutschland. Der Verdienst in Polen liegt noch immer deutlich unter dem des deutschen Niveaus, dennoch kann Polen nicht mehr als Billiglohnland bezeichnet werden. In manchen Branchen gab es seit 2007 Lohnerhöhungen von fast 10%, ebenso wurde in 2009 der Mindestlohn weiter angehoben.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie unter folgenden Links:

Gehälter
Steuern
Lebenshaltung


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