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Arbeiten und Leben in Österreich

Das Land und die Leute

ÖsterreichÖsterreich wird wegen seiner reichen kulturellen Vergangenheit und Gegenwart weltweit geschätzt. Diese Kultur repräsentiert sich in grandiosen Baudenkmälern, wie etwa dem Wiener Stephansdom, Schloß Schönbrunn, der Hofburg, dem "Goldene Dachl" in Innsbruck, Stift Melk, dem "Loos-Haus" oder dem "Hundertwasser-Haus". Eine Vielfalt von Ausstellungen der Bildenden Kunst, Theater, Konzerte, großen und kleinen Festivals sowie Brauchtumsveranstaltungen vervollständigen das Angebot.

Etwa 60% des Staatsgebietes sind gebirgig und beherbergen einige der Dreitausender, der höchste Berg davon ist der Großklockner mit seinen 3798 Metern. Ebenso sehr schön ist die Seenlandschaft in Österreich, wobei hier der größte See, der zum Teil auch zu Ungarn gehört, der Neusiedler See.

Österreich besteht aus 9 Bundesländern mit seiner Hauptstadt Wien in Niederösterreich. In Österreich leben rund 8,33 Mio. Menschen wobei alleine über 2 Mio Menschen in der Metropolregion Wien leben.

ÖsterreichAuf österreichischem Staatsgebiet findet sich mit dem Kleinwalsertal eine funktionale Enklave Deutschlands. Das Kleinwalsertal gehört zwar zu Österreich (Bundesland Vorarlberg) und grenzt geographisch direkt an dieses, ist aber aufgrund der topografischen Lage auf Straßen nur über Deutschland zu erreichen. Eine weitere funktionale Enklave Deutschlands ist die Gemeinde Jungholz in Tirol, die von Österreich aus nicht erreichbar und nur durch den 1.636 m hohen Sorgschrofen mit Österreich verbunden ist. Die Saalforste sind österreichisches Staatsgebiet, stehen aber privatrechtlich im Eigentum des Freistaates Bayern.

Rund 75 % der österreichischen Staatsbürger bekennen sich zur römisch katholischen Kirche der größte nicht christliche Bereich sind die Menschen dem Muslimischen glauben angehörigen.

Weitere Informationen über Österreich, finden Sie über folgende Links:

Österreichische Botschaft Berlin
http://www.auswärtigesamt.de


Sie Stärken der Wirtschaft

In den letzten Jahrzenten hat die Bedeutung des Bergbaus stark an Bedeutung verloren und die meisten der Bergbauarbeiten wurden eingestellt. Da rund 85% der Fläche Österreichs land- und forstwirtschaftlich genutz werden, hat dieser Sektor neben der Dienstleistung  65 % und der Industrie mit 27 % der Beschäftigten die größte wirtschafltiche Bedeutung. Aufgrund des EU-Beitritts und dem damit verbundenen Konkurrenzdrucks spezialisierte Österreich seine land- und forstwirtschaftliche Produktivität auch hoch qualitative Produkte.

Aufgrund des starken Engagemenst der österreichischen Banken im früheren Ostblock, sind Österreich dort die größten Kreditgeber. Durch die in 2008 begonnene Finanzkriese ist dadurch das Kreditrisiko sehr stark gestiegen.

Der Tourismus stellt in Österreich einen weiteren wichtigen Wirtschaftszweig dar. 2004 wurde eine Wertschöpfung von 21,16 Mrd. Euro aus dem Tourismus erzielt, das entspricht 9 % des Bruttoinlandsprodukts. Der Fremdenverkehr verteilt sich gleichmäßig auf die Sommer- und Wintersaison, bedeutende Sparten sind auch Kultur-, Städte- sowie der Kur-, Wellness- und Tagungstourismus.


Arbeiten in Österreich

Nach dem österreichischen Fremdengesetz, vierter Teil, sind EU-Bürger grundsätzlich zum Aufenthalt in Österreich berechtigt, wenn Sie über ausreichende Mittel und eine eigene Krankenversicherung verfügen.

Es besteht eine polizeiliche Meldepflicht, deren Anmeldung in den Gemeineämtern und in den größeren Städten in den Magistraten gebührenfrei ist. Einreisen können Sie als EU-Bürger mit dem Reisepass oder Personalausweis. Aufgrund der Niederlassungsfreiheit können Sie sich auf Dauer in Österreich aufhalten. Halten Sie sich jedoch länger als drei Monate in Österreich auf, benötigen Sie eine Anmeldebescheinigung oder Daueraufentahltskarte, die eine Gültigkeit von 10 Jahren hat. Sollten Sie aber nach Österreich ziehen, sind Sie verpflichtet sich innerhalb von drei Tagen nach Bezug der Unterkunft, bei der zuständigen Meldebehörde anzumelden.

Der Arbeitsmarkt in Österreich ist sehr günstig, der prozentuale Durchschnitt der Arbeitslosigkeit, liegt weit unter dem EU-Durchschnitt. Auch die Jugendarbeitslosigkeit schneidet mit rund 7,8 % (03/2008) wesentlich besser ab, als in den üblichen Bundesländern.

  • Zugang zum Arbeitsmarkt 

EU-Bürger sind den österreichischen Staatsbürgern gleichgestellt und benötigen weder Beschäftigungsbewilligung, Arbeitserlaubnis noch einen Befreiungsschein für unselbstständige Tätigkeiten. Für Staatsbürger der neuen Mitgliedstaaten der Europäischen Union gelten Übergangsregelungen.

  • Stellensuche im Web 

Auch für Stellen in Österreich, haben Sie die Möglichkeit direkt vom Schreibtisch aus die Stellensuche zu beginnen. Eine erste Auswahl von Links soll Ihnen bei der Stellensuche über das Internet helfen:

http://www.arbeitsagentur.de
http://ec.europa.eu/eures
http://ec.europa.eu/euraxess
http://www.ams.or.at

  • Stellensuche in der Tagespresse

In den großen Tageszeitungen der österreichischen Presse werden regelmäßig Stellenangebote ausgeschrieben. Die beiden Tageszeitungen "Der Standard" und "Die Presse" haben vor allem am Wochenende den umfangreichsten Stellenmarkt.

http://www.krone.at
http://www.kurier.at
http://www.derstandard.at
http://www.diepresse.at

Ebenso können Initativbewerbungen zum Erfolg führen. Mit Hilfe der "Gelben Seiten" http://www.herold.at oder http://www.firmenaabc.at lassen sich österreichische Betriebe finden.

Für weitere Fragen zu Beruf, Aus- und Weiterbildung, Arbeitsmarkt und Jobchancen finden Sie unter http://www.ams.or.at/neu/1156_1697.htm weitere Informationen.


Bewerbung in Österreich

Eine Bewerbungsmappe für Österreich unterscheidet sich nicht wesentlich von einer Bewerbung in Deutschland.

  • Das Anschreiben

besteht aus einem kurzen, höchstens einseitigen maschinengeschriebenen Anschreiben, in dem Sie knapp aber präzise dem potenziellen Arbeitgeber vermitteln sollen, warum Sie sich bei ihm bewerben. Stellen Sie kurz Ihren Werdegang dar und begründen Sie Ihr Interesse für die entsprechende Stelle. Überzeugen Sie Ihren Ansprechpartner von Ihrer persönlichen Eignung für die Position, z.B. durch das Studium und/oder relevante berufliche Erfahrungen. Stellen Sie Ihre persönliche Motivation für die Tätigkeit in dem Unternehmen dar - das ist für Personalverantwortliche von Bedeutung. Scheuen Sie sich nicht, auch eigene Berufswünsche zu äußern.

Der Tonfall des Bewerbungsschreibens sollte sachlich und klar sein. Falls Ihr Ansprechpartner einen Titel oder akademischen Grad hat (im Zweifel telefonisch nachfragen!), verwenden Sie ihn unbedingt. In Österreich ist die Nennung von Titeln grundsätzlich üblich und gehört zum guten Ton. Man beendet den Brief am besten mit der Formel "Mit freundlichen Grüßen" und unterschreibt mit der Hand.

  • Der Lebenslauf

 Der österreichische Lebenslauf sollte zwei Seiten nicht überschreiten und nur wichtige Aspekte enthalten. Am sinnvollsten ist ein chronologischer Aufbau, der folgende Punkte behandelt, Persönliche Angaben (Name, Adresse, Telefonnummer, Alter, Staatsangehörigkeit, Familienstand), Ausbildung (Schule, Beruf, Studium), Berufserfahrung, Praktika, Besondere Kenntnisse (Sprachen, EDV), Sonstiges (Hobbys, außeruniversitäre oder nebenberufliche Aktivitäten, Stipendien, Veröffentlichungen). Achten Sie darauf, dass der österreichische Lebenslauf keine Lücken enthält, und dass er inhaltlich und optisch präzise und übersichtlich präsentiert wird.
Ein hochwertiges Bild fügen Sie dem Lebenlauf ebenso bei, wie Ihre Zeugnisse. Praktikumszeugnisse müssen der Bewerbungsmappe nicht beigefügt werden, sollten aber auf jeden Fall im Lebenlauf erwähnt sein.

Ähnlich wie in Frankreich legt man in Österreich viel Wert auf die Persönlichkeit des Bewerbers sowie auf seine Berufs- und Praxiserfahrung. Aus diesem Grund darf man seine Interessen und Hobbys sowie Erfahrungen im Beruf gerne im Lebenslauf für Österreich hervorheben. Zum Schluss wird der Lebenslauf mit Datum und Unterschrift versehen.

  • Besonderheiten

Ähnlich wie in Frankreich legt man in Österreich viel Wert auf die Persönlichkeit des Bewerbers sowie auf seine Berufs- und Praxiserfahrung. Aus diesem Grund darf man seine Interessen und Hobbys sowie Erfahrungen im Beruf gerne im Lebenslauf für Österreich hervorheben.

  • Das Vorstellungsgespräch

Grundsätzlich verläuft auch das Vorstellungsgespräch in Österreich sehr ähnlich, dem der deutschen Vorstellungsgespräche ab. Je nach Position können ein bis mehrere Interwiews geführt werden. Für bestimmte Positionen und Hochschulabsolventen werden oft Gruppen - Assessment-Center und Persönlichkeitstest eingesetzt.

Unzulässige Fragen sind: Mitgliedschaft in Gewerkschaften, Betriebs- oder Personalrat, politischen Parteien, Sekten oder Religionsgemeinschaften. Fragen nach Vorstrafen, Gesundheit und Familienplanung.


Gehälter, Steuern und Lebenshaltungskosten

Langlebige Konsumgüter kosten in Österreich mehr als in Deutschland, die Lebenshaltungskosten sind in Wien höher als zum Beispiel in Frankfurt oder Berlin. Hohe Ausgaben haben auch die Einwohner von Vorarlberg, am wenigsten zahlen die Tiroler für ihre Lebenshaltung.

Österreichische Arbeitnehmer verdienen im Durchschnitt weniger als deutsche. Die Verdienste sind in Wien am höchsten, in Tirol am niedrigsten.

Steuern und Sozialabgaben sind in Österreich und Deutschland unterschiedlich hoch. Die Nettogehälter können daher im Nachbarland höher oder niedriger sein.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie unter folgenden Links:

Gehälter
Steuern
Lebenshaltung


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